Über Knoten 
Ich habe viel Zeit damit verbracht Knoten und verschiedene Schnüre zu testen, ausserdem habe ich diverse Testberichte über Angelschnüre der verschiedensten Anbieter zur Verfügung. Grundsätzlich gilt, dass der allerbeste Schlagschnurknoten der sogenannte »Biminitwist« ist. Dieser Knoten der eigentlich zum Fliegenfischen erfunden wurde, ist der einzige der 100% der Schnurstärke erhält. Das heißt dass die Hauptschnur woanders reißt als am Knoten. Es ist erstaunlich wieviel Kraft in einer »normalen« 15lbs (0.35mm) Brandungsschnur steckt. Jeder der das ausprobieren möchte, kann ja mal versuchen mit Handschuhen über den Händen, eine einfache 0.35mm Schnur »ohne« Knoten durchzureissen.
Ich schreibe hier über diesen »Superknoten« weil die Knoten für das Brandungsangeln und für das Turnierwerfen von entscheidender Bedeutung sind. Der Knoten zwischen 2 Schnüren ist außer beim Biminitwist, immer die schwächste Stelle in der Verbindung zum Fisch, zum Sytem, oder nur zum Blei. Um der verbreiteten Illusion entgegenzutreten dass der Knoten nicht soviel Einfluss auf die Tragkraft der Schnur hat, kann jeder mal versuchen seine Hauptschnur mit und ohne den »Lieblingsknoten« an einer stabilen Waage zu zerreissen. Das Ergebniss wird niederschmetternd sein (wenn man es nicht ohnehin schon weiß). Ein Knoten gilt für mich schon als sehr haltbar, wenn er »nur« um die 70% der Tragkaft der Schnur erhält.
Ich werde hier in unregelmässigen Abständen verschiedene Knoten vorstellen und beschreiben, die ich zu unterschiedlichen Gelegenheiten benutze. Vielleicht stelle ich auch irgendwann den Biminitwist vor, aber er ist sehr schwierig zu binden und ich habe ihn auch noch nie benutzt (ohne viel, viel Übung, am Strand eine Katastrophe).
Alle Knoten brauchen Übung, denn oft ist die Bindequalität von alles entscheidender Bedeutung. Fangt nicht an die Knoten am Strand zu üben sondern lieber zu Hause vorm Ferseher.
Ich verwende aus diversen Gründen keine Keulenschnüre:
a) Keulenschnüre gibt es nicht in »meinen« Stärken. Ich benutze, da ich auch in der Brandung Pendelwürfe mache, als Schlagschnur meisst 80lbs (0.75mm – 0.8mm). Als Hauptschnur verwende ich fast immer 0.40mm – 0.43mm.
b) Da ich jede Schlagschnur nur ca. zwei Tage verwende (Sicherheit / Abrieb) wären Keulenschnüre ein teueres Vergnügen.
c) Es gibt die Keulen nicht in ausreichender Länge. Ich fische mit der Rolle »unten« an 4.20 Meter langen Ruten.
d) Ich sehe keinen Vorteil. Meine Knoten sind nicht viel grösser als die, die man für die Keule braucht. Die Keulen die bei »Erstnutzung« garkeine Knoten brauchen, halte ich für pure Geldschneiderei. Übrigens Knotengrössen: Der Knall der durch etwas zu große Knoten entstehen kann, liegt meißt an einem zu aggressiven Wurfstil, ich höre bei meinen Würfen schon lange kein Knallen mehr.
Ich hoffe dass die folgenden Knoten-Beschreibungen, eine Hilfe sind. Falls doch noch Fragen auftreten, oder Lob und Tadel Not tun, bitte einfach auf das Forum schreiben, so haben auch andere was davon.

Schmelzknoten
 


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