Allgemeines 
»Was fängt man so?« Jedem dem diese Frage vertraut vorkommt und der, so wie ich, nie die passende Antwort parat hat, um nicht unfreundlich zu wirken und trotzdem in Ruhe weiter angeln zu können, wird wohl auch öfter an Stränden angeln für die man nicht eine halbe Stunde vom Parkplatz aus wandern muss.
»Was fängt man so?« Dass hängt von der Jahreszeit ab, in der Regel hat man an unseren heimischen Küsten – vorausgesetzt man kennt die richtigen Stellen – das ganze hinüber die Möglichkeit folgende Fischarten zu fangen: Dorsch, Wittling, Meerforelle, Aalmuttern, Knurrhahn, Hering und diverse Arten von Plattfischen. Im Sommer kommen noch dazu: Aal, Meeräsche, Hornhecht, Makrele und Seezunge. Diese Liste erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit
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In kaum einer Angelart ist es wichtiger den Köder auf Weite bringen zu können.
 
Natürlich gibt es auch dafür Ausnahmen.
Es gibt immer wieder Situationen in denen die Fische direkt am Ufer gefangen werden und die Angler mit dem Casting Ego, mit ihren Ködern auf 100 Metern Distanz, leer ausgehen. Aber meiner Erfahrung nach, hat der Angler welcher eine angemessene Wurftechnik beherrscht, in der Regel, am Ende des Tages oder der Nacht, mehr Fische gefangen. Diese Theorie stimmt natürlich nur wenn beide Angler die gleichen Startchancen haben (Köder, Ausrüstung, Erfahrung). Grundsätzlich und abgesehen von meiner Vorliebe für weite Würfe, ist über die Option weit werfen zu können natürlich zu sagen daß man in der Lage ist eine grössere Fläche zu befischen. Jetzt stellen sich natürlich die Fragen was sind weite Würfe und werde ich nie glücklich, wenn ich nicht so weit werfe? Natürlich ist es für das Seelenheil nicht zwingend notwendig, ich kenne persönlich Jemanden der mir von einer Person erzählt hat, die nicht weit werfen kann und trotzdem fast jedes Wochenende nach Fehmarn fährt ;o)
Soviel zur Ironie. Was sind weite Würfe? Wie jedem der sich etwas mit Physik auskennt, wohl mehr oder weniger klar ist, ist ein sehr wichtiger Faktor der Wind. Kommt er von vorne und hat Stärke 5 und man wirft trotzdem mit 3 Würmern hinter dem Impact Shield und 170 Gramm Krallenblei 80 Meter, so ist das ein wirklich weiter Wurf. Sagen wir mal es ist windstill und Du wirfst 120 Meter mit der Gleichen Ausrüstung und Köder, so ist das auch schon ein sehr weiter Wurf. Jetzt höre ich schon wieder das große Aufbegehren: »Aber ich werfe ja schon 150 Meter und mit Rückenwind sogar 200 Meter!« Jeder dem sowas jetzt durch den Kopf gegangen ist, wird hiermit gebeten auf einer freien grossen Fläche diese 150 Meter zu werfen, meinetwegen auch ohne Köder und danach die Distanz zu messen - und zwar nicht mit Schritten! Er oder Sie wird zu dem Schluß kommen das 150 Meter wesentlich weiter sind, als es den Anschein hat. Falls jedoch die 150 Meter erreicht wurden, herzlichen Glückwunsch . Mehr zu wirklich weiten Würfen auf der Seite über das Turnierwerfen.

Sicherheit
Niemals, sollte man solche kraftvollen Würfe ohne Schlagschnur machen. Ein abgerissenes Blei kann einen Menschen tötlich verletzen. Die Briten haben für die Benutzung von Schlagschnur folgende Regel aufgestellt (die Gewichtsangaben sind Englische Pounds = lbs / 1lb = ca.453,6Gramm und Ounzes = oz / 1oz = ca.28,3Gramm ): Für jede zu werfende oz. Blei bedarf die Schlagschnur mindestens einer Tragkraft von 10lbs. Das heißt zum Beispiel: Will ich ein Blei von 5oz. (ca.150 gr.) werfen, braucht meine Schlagschnur mindestens eine Tragkraft von 50lbs, bei 6oz.( ca. 170gr.) mindestens 60lbs. Diese Faustregel beschreibt das untere Limit und befreit nicht davon die Schlagschnur regelmässig auf Abrieb oder Risse zu kontrollieren und nach jedem 2ten bis 4ten mal Angeln, durch eine Neue zu ersetzen. Alles Andere ist verantwortungslos, denn man spielt dann mit der Gesundheit der anderen Strandbesucher.
 
 
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