Dänisches Surfcasting-Seminar 2001 
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John Holden und die Seminarteilnehmer in Darby/Djursland/Dänemark 21.04.2001

Als wir am Freitagmorgen von Hamburg losfuhren war das Wetter noch grau in grau, aber kaum das wir nach Arhus kamen, klarte sich der Himmel auf und wie man auf den Fotos erkennen kann war das Wetter in Draby, wo das Seminar stattfand von Anfang bis Ende der Veranstaltung hervorragend.
Kaum das wir ankamen packten wir auf schon unsere Ruten und Rollen aus um ein bisschen in die Brandung zu werfen, ich teste bei der Gelegenheit gleich eine meiner neuen Zippys die 4500HPM-High–Power–Match, eine Rute mit ca 4 Metern Länge die eine extrem feine Spitze für eine Brandungsrute hat und trotzdem in der Lage ist ein 175gr Blei und eine gute Menge Wattwurm mit einem Pendelwurf eine weite Strecke zu werfen, eben eine Wettkampfrute. Es bedurfte einiger Testwürfe, da diese Rute natürlich auf Grund ihrer speziellen Konstruktion ein anderes Timing erfordert als eine Rute mit einer parabolischen Aktion. Trotzdem nach ca 7-8 Würfen waren die Weiten schon beachtlich und kamen sehr dicht an die Entfernungen die ich später mit meiner Turnierwurfrute warf heran. Gegen frühen Abend kamen dann auch die anderen Teilnehmer und natürlich mein lange nicht gesehener Freund Kristian, der dieses Seminar nun zum zweiten Mal veranstaltete. Die Freude all die Gesichter vom letzten Jahr wiederzusehen war gross und so hatten wir uns erstmal eine Menge zu erzählen.



m Samstagmorgen gegen 9.00 Uhr begann die Vorführung von John Holden, er ist ein eher ruhiger und nachdenklicher Mensch der es aber trotzdem schafft einen mit dem was er sagt zu interessieren. Selbst für die erfahrensten Angler hatte John noch einige Tips und Gedanken auf Lager. Momentan arbeitet er an seinem zweiten Buch über das Brandungsangeln. Die Beschäftingung mit dem Meeresangeln und dem Turnierwerfen ist seine grosse Leidenschaft, er sagt das dieser Sport ihm soviel für sein Leben gegeben hat, daß er auch seinen Anteil daran leisten möchte. Da er mit seinen Beachbuddys und Tridents eine wahre Goldgrube aufgetan hatte, kann er sich nun ganz dieser Aufgabe widmen. Am Samstag Nachmittag hatten wir dann unser Match, es war klar das es hier nur Plattfische und hier und da einen Seeskorpion zu fangen gab, also entschied ich mich meine letztes Jahr aus England mitgebrachten Limmeriks auszuprobieren. Es handelt sich hierbei um Hacken die sich, wenn man sie "schnell" herauszieht, aufbiegen, es sind speziell für die englischen Wettkampfangler entwickelte und in Norwegen von Mustad hergestellte feindrahtige Haken, die den Angler in die Lage versetzen den Haken schnell und sehr schonend aus dem Fisch heraus zu bekommen um ihn dann mit sehr kleinen Verletzungen wieder die Freiheit zu schenken. Da im Frühjahr die Plattfische sehr "platt" sind und kaum Fleisch auf den Gräten haben, schien dieser Haken die perfekte Wahl für mich zu sein. Der Wettkampf begann um 15.00 Uhr und endete um 18.00 Uhr, also 3 Stunden Zeit um bei strahlenden Sonneschein Butt vom Strand zu fangen. Insgesamt waren wir knapp 40 Teilnehmer und ich glaube das keiner von uns je an diesem Strand geangelt hatte, so waren die Chancen gerecht. Es wurden fast ausschliesslich untermaßige Flundern gefangen die allermeisten Angler jedoch fingen garkeinen Fisch. Ich habe das Turnier mit 2 Flundern von 26 und 33 cm gewonnen, und hatte noch 3 untermaßige. Direkt hinter mir kam dann auch Sven Brehmer ins Ziel mit einem maßigen Fisch und auch ein paar untermaßiger.



Die von mir benutzten Wettkampfhaken haben sich mehr als bestens bewährt, alle von mir gefangenen Fische hatten die Haken tief geschluckt, also anstatt nun den Fisch beim Versuch einen normalen Butthaken wieder aus den Innereien zu puhlen und ihn so zu quälen und ihn möglicherweise tötlich zu verletzen, werden die Limmeriks einfach ruckartig aus dem Fisch herausgezogen. Durch den Ruck biegt sich der Haken komplett auf, dadurch ist die Verletzung des Fisches sehr gering und er kann sofort nach dem eventuellen Vermessen wieder den Fluten übergeben werden. Keiner der Fische hat auch nur einen Tropfen Blut verloren. Ich bin von diesen Haken hellauf begeistert. Um dann noch den Härtetest zu machen haben wir nach dem Wettfischen versucht die Haken langsam aufzubiegen, wir stellten dabei fest das dies ziemlich schwierig ist, wir kamen so zu dem Schluß das man mit diesen Haken auch große Fische fangen kann, solange nicht zu ruckartig eingezogen und geflochtene Schnur verwendet wird. Wer mehr über diese Haken wissen will oder mal welche zum Testen haben möchte kann einfach auf dem Forum fragen. Ich denke das diese Haken eine tolle Sache sind und das Wettkampf, oder Justforfun-Angeln etwas schonender für die Fische machen.



Nach dem Wettangeln gab uns Sven Brehmer noch diverse Tipps und Tricks eines sehr erfahrenen international bewährten Wettkampfanglers mit auf den Weg.
Gegen 22.00 Uhr war der offizielle Teil des Abends erledigt und wir trafen uns in kleinen Gruppen um bei ein paar Bierchen das ein oder andere Thema zu diskutieren. Dieses Diskutieren hatte für mich allerdings am nächsten Tag beim Castingturnier fatale Folgen. Jeder hatte 4 Würfe mit einem Gewicht seiner Wahl, die meisten der Teilnehmer nahmen das erste Mal an einem Casting teil und so waren die durchschnittlichen Weiten wohl um die 70 Meter. Das Team um Kristian (
siehe oben »Video«) hatte jedoch gut geübt und kam bis auf ein Mitglied auch viel besser als ich mit dem »Restalkohol« im Blut klar. Um es kurz zu machen meine ersten 2 Würfe ware ausserhalb und der dritte war ein Abriss (siehe oben »Video«), um dann überhaupt noch eine Wertung zu bekommen machte ich als 4ten und letzten Wurf einen Ablegewurf. Dieser war kurz aber wenigstens innerhalb der Bahn.
Wer wirklich gut warf und seinen besten offiziell gemessen Wurf machte war Sascha (
siehe oben »Video«) 179 Meter mit 150 Gramm und teilweise starken Seitenwind, ... er hatte bestimmt genauso viel getrunken wie ich.
Alle Teilnehmer des Seminars und auch John Holden waren sehr angetan von Saschas Wurfstil, dafür gab es dann am Ende des Seminars auch noch einen dicken Applaus.
Es hat mich sehr gefreut wieder dabei gewesen zu sein und ich hoffe dass es auch den anderen Teilnehmern soviel Spaß gemacht hat wie mir. Vielen Dank an alle die, die dieses Treffen ermöglicht haben.

aki














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